Am 6. Februar fand unsere jährliche Mitgliederversammlung statt. In Anwesenheit des Vorsitzenden des Philatelisten-Verbandes Berlin-Brandenburg Dr. Klaus-Dieter Schult, wurde in den einzelnen Berichten – des Vorstandes, Schatzmeisters, der Kassenprüfer und des Fachstellenleiters Bibliothek- die Arbeit des vergangenen Jahres bilanziert. Es wurde deutlich gemacht, die bisherigen Schwerpunkte weiter in den Mittelpunkt der Vereinsarbeit zu stellen. Dazu gehören die regelmäßigen Tauschveranstaltungen mit Kurzvorträgen und die Herausgabe der zweimal jährlich erscheinenden Vereinsmitteilungen sowie philatelistische Präsenz im gastgebenden Russischen Haus. Zur Realisierung dieser Aufgaben ist weiterhin die aktive Mitarbeit aller Mitglieder gefragt. Sehr begrüßt wurde die Neuaufnahme von drei Sammlerfreunden ab Beginn dieses Jahres, sodass wir gegenwärtig 40 Vereinsmitglieder haben. Bei der Wahl eines neuen Vorstandes wurden Günther Glanze zum Vorsitzenden, Lothar Jäger als Schatzmeister, Dr. Alexander Steinicke als Schriftführer und Dr. Ulrich Unger sowie Alexander Voigt als Beisitzer gewählt. Der bisherige Vorsitzende, Erhard Engelmann, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

DSC01429 DSC01428 DSC01427


Anfragen veranlassen, nochmals die Prüfgebiete unseres Mitglieds Dr. Wolfgang Leupold mitzuteilen:
– Kaiserreich Russland Michel-Nummern 1 – 121
– Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik (RSFSR)
         Michel-Nummern 124 -. 219
         incl. Flugpost-Dienstmarken MiNr. 1 – 8, Gebührenmarken für Briefmarken-Tauschsendungen MiNr. 1 – 2, Zwangsspendenmarken (Hungerhilfe für den Südosten) MiNr. 1 – 4, alle postgeschichtlichen Aspekte
– Sowjetunion (auf Anfrage)


Wir hatten bereits mit Bildern über die vom 20. bis 22. Mai 2016 im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin durchgeführte Internationale Philatelistische Biennale „ROSSIKA-2016“ informiert. Rückblickend können wir konstatieren, dass diese von uns maßgeblich unterstützte Ausstellung ein großer Erfolg war. Nicht nur die Teilnahme von Ausstellern aus 15 Ländern spricht dafür. Vor allem waren es die Raritäten in Spitzenexponaten zum Sammelgebiet Russland, die von den Besuchern bestaunt werden konnten. Stellvertretend seien folgende Exponate genannt: Dr. Leupold „Deruluft 1922“, I. Rodin „Von Salut bis Mir“, B. Furon „Raritäten der Semstwopost“, D. Jaretzky „Russische Auslandspost“. Neben unserem Vereinsmitglied Dr. Leupold, der auch noch „Die Rubel-Freimarken Russlands und ihre Nachverwertung in der RSFSR“ zeigte, waren es die Vereinsmitglieder G. Holitschke mit „Die Nachgebührenerhebung in Russland und der UdSSR bis 1950“ (Groß-Vermeil) und F. Blazek „Schienenverkehr in Russland und der UdSSR“ (Vermeil), die ihre Exponate erfolgreich präsentierten. In der Literaturklasse errangen unsere Vereinsmitteilungen Silber und die Kataloge unseres Mitglieds A. Pflüger „Vorwärts zum Sieg! Illustrierte sowjetische Feldpost des 2. Weltkrieges“ Groß-Vermeil.
Erwähnt werden muss auch das während der ROSSIKA zum dritten Mal durchgeführte Treffen der Russlandphilatelisten in Berlin. Dort trafen sich nicht nur Mitglieder des Vereins der Briefmarkenfreunde Russland/UdSSR und der Philatelistischen Arbeitsgemeinschaft Russland/UdSSR zum Tausch, Erfahrungsaustausch und Markenerwerb. Auch andere Gäste besuchten diesen Treff. Sechs Briefmarkenhändler bereicherten die Ausstellung und boten den Besuchern vielfältiges Material zum Kauf an. Zuspruch fanden auch die Vorträge/Präsentationen der Nationalen Akademie der Philatelie Russlands, der Philatelistischen Akademie e.V., des Prüfers Dr. Leupold und der russischen Philokartisten.
Die vom Philatelisten-Verband Berlin-Brandenburg angebotenen Erinnerungsbelege sind für viele Besucher der Ausstellung eine bleibende Erinnerung. Dafür wurden sehr treffende Motive gewählt. Der Ganzsachenumschlag zeigt die Alexander-Newski-Gedächtniskirche in Potsdam, die Karte erinnert an den 55. Jahrestag des ersten bemannten Weltraumfluges durch Juri Gagarin.

Unbenannt-2 Unbenannt-1Diesen kleinen Rückblick möchte ich nicht beenden, ohne nochmals allen Mitstreitern und Helfern für ihre fleißige und engagierte ehrenamtliche Arbeit zum Gelingen der „ROSSIKA-2016“ recht herzlich Dank zu sagen.

 

 

 

Bilder von der Eröffnung der Ausstellung

 

 

Die Mitteilungen des Vereins der Briefmarkenfreunde Russland/UdSSR Berlin e. V. erscheinen zweimal im Jahr (Mai und November). Für Mitglieder sind sie kostenlos. Nichtmitglieder können sie im Jahresabonnement für 10,- € einschließlich Versandkosten beziehen. Hier können Sie sich das Inhaltsverzeichnis der Mitteilungen 2/2017 ansehen.